Memoriav
Memoriav erweitert seine Rubrik «Cinéma : l’Histoire pour mémoire. Helvetica extranea. Les enjeux du paysage» mit der Publikation «Backdrop Switzerland» von Cornelius Schregle über die Rolle der Schweiz in ausländischen Filmproduktionen. Eine zweite Publikation ist den beiden Bergsteigerfilmen «La Croix du Cervin» (1922) und «L’Ascension du Gabelhorn» (1924) gewidmet, von denen kürzlich Ausschnitte online zugänglich gemacht wurden
Palästina
Die 15. Ausgabe von «Palestine: Filmer c’est exister» findet vom 25. bis 29. November in Genf statt. Auf dem Programm stehen vom Filmemacher Mohanad Yaqubi restaurierte Archivaufnahmen, Filme junger Filmschaffender der Universität Dar Al-Kalima sowie eine Podiumsdiskussion über die Zerstörung und Eröffnung von Kinos in Palästina.
Animation
Das Netzwerk CEE Animation aus Mittelund Osteuropa lanciert das Young Audience Rating System (YARS). Das gemeinsam mit der Medienpsychologin Martina Peštaj entwickelte kostenlose Instrument hilft Filmschaffenden, Verleihern und Festivals zu verstehen, wie das junge Publikum Animationsfilme je nach Alter wahrnimmt.
KinoGrid
Die Schweizer Internetseite KinoGrid verzeichnet kostenlose Streamingangebote von Fernsehsendern und offiziellen YouTube-Kanälen und listet die verfügbaren Filme und Serien auf. Sie ist ohne Registrierung zugänglich und verweist auf die jeweiligen Anbieter, ohne die Inhalte selbst zu beherbergen.
Terminverschiebung
Ausnahmsweise streicht das Bundesamt für Kultur (BAK) den Eingabetermin vom 11. Januar 2027 für Gesuche um selektive Filmproduktionsförderung. Der darauffolgende Termin wird auf den 1. März vorgezogen. Das jährliche Förderbudget bleibt unverändert und wird auf die drei verbleibenden Eingabetermine verteilt.
Impact
Die Regisseurin Elisa Gómez Alvarez, die bereits in unserer Zeitschrift (CB 556) porträtiert wurde, entwickelt rund um «To the Moon and Back» eine «Impact»-Kampagne in der Schweiz und auf den Philippinen. Im Zentrum stehen der Zugang zu Wissenschaft und Bildung angesichts des Klimawandels. Mit dieser alternativen Vertriebsstrategie sollen die Generation Z und Studierende auch ausserhalb von Kinos und Filmfestivals erreicht werden.
Kultur als Arbeitswelt
Mit seinem Pilotmodul «Kultur als Arbeitswelt» erhebt das «Schweizer Kulturmonitoring» Daten zur wirtschaftlichen Situation von Kulturschaffenden und zu den Rahmenbedingungen von Kulturunternehmen. Das vom Bundesamt für Kultur lancierte Instrument wird regelmässig aktualisiert und erweitert.
Spoutnik Genf
Das Genfer Kino Spoutnik feiert am 29. Oktober nach mehrmonatigen Umbauarbeiten seine Wiedereröffnung. Ein umgestalteter Kinosaal, eine neue Bar, ein Konsultationsraum und ein 4K-Laserprojektor von Barco modernisieren das Kino, das seiner Verbundenheit zum analogen Film treu bleibt. Unterstützt wurden die Umbauarbeiten unter anderem von der Loterie Romande und der Fondation Hans Wilsdorf.
Cinémas du Grütli
Der Budgetentwurf 2027 der Stadt Genf sieht eine Kürzung des Beitrags an die Cinémas du Grütli um 100'000 Franken vor, was einem Rückgang von knapp 15 Prozent entspricht. Die Institution, deren Besucherzahlen sich seit 2020 bei gleichbleibender städtischer Subvention mehr als verdoppelt haben, hat eine Petition lanciert, um ihre erschwinglichen Eintrittspreise und ihr Programmangebot, insbesondere im Bereich des Schweizer Films und des filmischen Erbes, zu bewahren. Am 13. Oktober richteten zudem mehr als 90 Persönlichkeiten des Schweizer Films auf Initiative des Filmemachers Nicolas Wadimoff einen offenen Brief an den Gemeinderat.
Digitale Experimente
Die 2019 eingeführte Förderung digitaler Experimente von Cinéforom läuft aus. Sie hat rund 40 Werke unterstützt. Die letzte Gesuchseingabe ist erfolgt; die Jury tritt am 3. November ein letztes Mal zusammen.
Back-to-One plant Dreharbeiten
Die App «Back-to-One», entwickelt von Regisseur Erik Haffner («Pastewka», «Ladykracher»), liest das Drehbuch ein und legt daraus automatisch alle Szenen mit Ort (innen/aussen, Tageszeit) sowie alle Rollen an. Figuren, Kameras, Licht, Wände und Requisiten werden von der Regie in einem Grundriss von Hand gesetzt. Die App richtet Kameras automatisch auf ihr Ziel aus, zeigt den Bildwinkel, warnt beim Achsensprung und liefert für Aussendrehs den echten Sonnenstand nach Ort und Datum. Daraus entsteht eine «Shot List», die nach Kamera-Einstellungen gruppiert ist, somit können die Drehzeiten summiert und am Set abgehakt werden.
GARP und SFP bündeln ihre Kräfte
Die einzelnen Verbände GARP und SFP haben sich zusammengetan und die Allianz der Produzent:innen Schweiz gegründet.