Prada Film Fund
Das italienische Modehaus Prada gründet den Prada Film Fund zur Unterstützung des unabhängigen Autorenfilms. Geführt wird es vom ECAL-Direktor Paolo Moretti. Jährlich sollen mit einem Budget von 1,5 Millionen Euro 10 bis 12 Langfilme gefördert werden.
Filmwissenschaft
In «Mehr als Alpenkulisse. Deutsch-Schweizerische Filmbeziehungen» (Hrsg. Bock, Distelmeyer, Schöning) schreibt Martin Girod über «Geschäft und Politik. Wirtschaftliche und kulturpolitische Aspekte der Filmbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz 1933 bis 1945». Im 9. Band der Robert-Walser-Studien steuert er einen Text zu Carl Seelig als Filmjournalist bei.
2 bis 9,5 Prozent
Netflix und Disney stehen in einem Rechtsstreit mit der französischsprachigen Region Brüssel-Wallonien um eine vom belgischen Staat beschlossene Investitionspflicht von zwischen 2 Prozent, bis zu einem Umsatz von 10 Millionen Euro, und 9,5 Prozent, bei einem Umsatz über 150 Millionen Euro. Keines der beiden Unternehmen erreicht bisher den Höchstsatz, beide argumentieren aber dennoch mit dessen Unverhältnismässigkeit.
Die Leinwand der Piazza Grande
Die Leinwand auf der Piazza Grande in Locarno wird ersetzt werden. Die Kosten für eine Restaurierung der des Tessiner Architekten Livio Vacchini 1971 entworfene Konstruktion sei viermal so teuer wie eine neue Struktur. Im Kanton hat sich Widerstand in Form einer Petition «Don't touch the screen» formiert. Die Entscheidung stehe aber laut Raphaël Brunschwig, Operativer Leiter des Locarno Film Festivals, fest.
Marcel Barelli erhält Ehrung in Locarno
Marcel Barelli erhält den Locarno Kids Award 2025. Sein erster langer Animationsfilm «Mary Anning» feierte seine Weltpremiere am Festival in Annecy und wird auch in Locarno aufgeführt.
Schweizer Filme in Locarno
Im internationalen Wettbewerb wird «Le Lac» von Fabrice Aragno zu sehen sein, im Wettbewerb Cineasti del Presente «Don't Let the Sun» von Jacqueline Zünd. Das Festival richtet auch dieses Jahr das Augenmerk auf Kurzfilme aus der Schweiz im Pardi di Domani - Concorso nazionale. In der Semaine de la critique läuft «Flying Scents - Of Plants and People» von Antshi von Moos, im Rahmen der Sektion Cinéma suisse rédecouvert werden «Les vilaines manières» (1973) und «L'orge» (1986) von Simon Edelstein gezeigt.
Click Cinema wird 10 Jahre alt
Das Online-Kinomagazin von arttv.ch, Click Cinema feiert sein 10-jähriges Jubiläum und erreichte, nach eigenen Angaben, im Mai über eine Million Aufrufe. Click Cinema wurde 2015 von Felix Schenker gegründet und hat sich in der Schweizer audiovisuellen Vermittlung etabliert. Die ebenfalls von Schenker gegründete Sendeplattform arttv.ch feierte ihrerseits 2024 ihr 20-jähriges Jubiläum.
Hildur Guðnadóttir ausgezeichnet
Die isländische Komponistin und Oscar-Preisträgerin Hildur Guðnadóttir wird beim 21. Zurich Film Festival mit dem Career Achievement Award ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 2. Oktober 2025 in der Tonhalle Zürich überreicht. Sie ist unter anderem für ihre Kompositionen für Filme wie «Joker» und «Joker: Folie à deux», «TÁR» und die Fernsehserie «Chernobyl» bekannt.
Systemrelevante Kulturwirtschaft
Das Bundesamt für Statistik hat analysiert, wie sich innerhalb der letzten zehn Jahre die Kulturwirtschaft in der Schweiz in ihrer Struktur und ihrer Zusammensetzung gewandelt hat. Gezählt werden rund 300'000 Arbeitstätige. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen besitzen im Kulturbereich verhältnismässig mehr einen tertiären Ausbildungsabschluss, während ihr Verdienst ist allerdings geringer ist. Mehr Frauen leben unter finanziell prekären Bedingungen, und mehr Menschen sind selbstständig tätig. Hier geht's zur Studie.
Kuratorin Koyo Kouoh gestorben
Die aus Kamerun und der Schweiz stammende Kuratorin Koyo Kouoh ist Mitte Mai verstorben. Sie hat sich für schwarze Künstler aller Sparten eingesetzt und für deren internationale Vermittlung eingesetzt. Sie sollte die nächste Biennale in Venedig verantworten. Zuletzt konnte man ihre Gruppenausstellung «When We See Us» im Kunstmuseum Basel erleben. Die Ausstellung gilt als bahnbrechend.
Die Filme von Roman Signer
Die Kunsthalle Appenzell zeigt noch bis zum 14. September in einer Ausstellung Filme des Konzeptkünstlers Roman Signer. Bis zum 17. August läuft auch noch die Retrospektive im Kunsthaus Zürich. Am 25. Juni zeigt das Kunsthaus gemeinsam mit dem Arthouse Picadilly in Zürich eine Auswahl von Filmen des Künstlers. Und schliesslich ist mit «Die ideale Reisegeschwindigkeit» von Aufdi Aufdermauer ein Dokumentarfilmfilm erschienen, der Roman Signer gewidmet ist.
Emil erhält zwei Prix Walo
Emil Steinberger erhält zwei Prix Walo: Einen für seine Karriere und einen indirekt, da er an die Filmproduktion von «Typisch Emil» ging. Der Dokumentarfilm von Phil Meyer ist dem Schweizer Komiker und Schauspieler Emil gewidmet.